Calamagrostis rivalis

Calamagrostis rivalis
Sächsisches Reitgras

Sächsisches Reitgras
Poaceae (Süßgräser)

Heimat

Deutschland: Sachsen, Sachsen-Anhalt (Endemit)

Vorkommen im Garten

Sumpf- und Wasserpflanzensammlung im südlichen Gartenbereich

Botanik & Ökologie

Das mehrjährige Sächsische Reitgras bildet mit Ausläufern rasenartige Bestände. Die Art wird einen bis eineinhalb Meter hoch, hat blaugrüne Blätter und einen überwiegend glatten Halm. Zur Blütezeit im Juni und Juli glänzen die stark verzweigten Rispen kupferfarben.

Dieses Reitgras wächst an Flussufersäumen und -röhrichten, sowie auf brachgefallenen Nasswiesen und in Grabenrändern. Populationen gibt es vor allem im westlichen und zentralen Sachsen. Es benötigt nährstoffreiche, sickernasse, basenreiche, sandige Lehm- oder Tonböden.

Das Sächsische Reitgras wurde erst 1971 beschrieben und wird unter mehreren Synonymen geführt, darunter C. pseudopurpurea und C. purpurea. Nach Ansicht der Autoren Raus & Scholz (2002) handelt es sich jedoch sicher um eine eigenständige Art, die vermutlich aus der Hybridisierung von C. canescens und C. phragmitoides entstanden ist (Jäger 2017).


Kulturgeschichte

Die Pflanze befindet sich nicht in gärtnerischer Kultur.

Inhaltsstoffe

unbekannt

Medizinische Verwendung

keine

Sonstiges

Diese Art ist ein deutscher Endemit, sein gesamtes Verbreitungsgebiet liegt also in Deutschland, wobei der Bestand stark gefährdet ist. Der Botanische Garten Dresden kultiviert das Sächsische Reitgras deshalb als Erhaltungskultur, und stützt die natürlichen Populationen bei Bedarf durch Nachpflanzungen.